SC Weende Damen bezwingen Scharpen mit 82:72

Während in den meisten Weender Haushalten um diese frühe Zeit gerade zum Sonntagsfrühstück gebeten und die dritte Adventskerze angezündet wurde, fanden sich die Weender Damen um Coach Alex Puls hochmotiviert und ausgeschlafen um 10 Uhr am Weender Dome ein. Nach anfänglichen Technikschwierigkeiten konnte man zwar erst später als geplant die Halle betreten, doch auch das Warten in eisiger Kälte konnte den Plan, die Siegesserie fortzusetzen, nicht entkräften. Während der Tabellenführer aus Schapen mit nur sechs Spielerinnen, dafür aber mit Maskottchen und einer großen Fangemeinde angereist war, konnte Coach Puls wenigstens auf eine tiefere Bank zurückgreifen.

Pünktlich um 11 Uhr wurde das Spiel eröffnet. Schon in den ersten Minuten wurde deutlich, dass die Partie versprach eine spannende zu werden: Im ständigen Schlagabtausch konnten beide Teams scoren, so dass das Viertel durchaus ausgeglichen 16:18 an den Gast aus Schapen ging. Zwar konnten die Hausherrinnen im zweiten Viertel durch die stark spielenden Thürmer, Kästner und Hemmerling höher punkten, als in den ersten zehn Minuten, doch auch auf der Gästeseite wurde kontinuierlich der Korb getroffen, so dass die 6-Punkt-Führung der Gastgeberinnen zur Halbzeit leider noch nicht zum Durchatmen einlud. Das Spiel ging im zweiten Teil ähnlich ausgeglichen und intensiv weiter: Die Sharks begannen mit einer kleinen Aufholjagd, und schon nach den ersten 4 Minuten des dritten Viertels wurden sie dafür belohnt, es herrschte Ausgleich. Prompt wurde von Weende die erste Auszeit in diesem Durchgang genommen, doch da die Damen aus Schapen im folgenden weiter punkteten, ohne dass Weende selbst einen Korbe erzielen konnte, folgte die zweite Auszeit durch Puls nur zwei Minuten später. Diese trug dann Früchte, denn Weende erzielte erneut durch Kästner und Hemmerling 3 Körbe in Folge und konnte mit einer 2-Punkt-Führung in die letzten zehn Minuten starten. Auch diese standen im Zeichen der Spannung: Fröhlich wechselten sich beide Teams mit dem Körbe-Erzielen ab. Zwar blieb Weende hier immer in Führung, doch jede Aktion der Sharks hätte die Situation zu ihren Gunsten kippen lassen können. In den letzten eineinhalb Minuten schließlich aber konnten die Hausherrinnen das Stop-the-Clock-Spiel der Damen aus Schapen zu ihrem Vorteil nutzen, da die dreimal gefoulte Hemmerling die Freiwurflinie in diesen Sekunden dominierte und ihre sechs Freiwürfe in sechs wichtige Punkte verwandelte.

Alles in allem war es eine gute und hart, aber fair umkämpfte Partie, in der die Damen des SCW Göttingen am Ende den längeren Atem behielten und ihre Erfahrung gegen den starken TSV Schapen ausspielen konnten, und nun verdient in die Winterpause gehen.

(S. Liske)

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