BG 74 1. Regionalliga Herren rüsten sich für die nächste Saison

Knapp fünfeinhalb Wochen vor dem ersten Punktspiel in der 1. Regionalliga Nord gegen die SG Wolfenbüttel (17.9.2011, 17:30 Uhr, FKG I) haben die 1. Herren der BG 74 Göttingen mit der Vorbereitung begonnen. Nach der überaus erfolgreichen letzten Saison (ungeschlagener Meister und NBV-Pokalsieger) gibt es aus mehreren Gründen einige Veränderungen.
Wäre die ungeschlagene Meistermannschaft in die Pro B aufgestiegen, so wären die Chancen, dass die Mannschaft zusammen geblieben wäre, um etliches größer gewesen. So aber nach dem Verzicht aus vorwiegend finanziellen Gründen, stellten sich für fast alle Betroffenen perspektivische Fragen.

Die wichtigste wurde zuerst geklärt: Trainer Hans-Werner Schmidt bleibt mindestens noch eine weitere Saison im Amt. Er sichert damit Kontinuität und solide Strukturen. Schmidt, der als Abteilungsleiter, Vorstandsmitglied und Mitglied des Arbeitskreises Basketball in Göttingen auch mit für die große Kooperation Starting Five/BG74/ASC steht, ist überhaupt nicht zufrieden mit dem Nicht-Aufstieg und der geringen Beachtung der vorhandenen Erfolge, ist aber Realist und Pragmatiker genug, um die vor allem finanziellen Strukturen, denen er sich bei einer nicht auf Rosen gebetteten Männererstligamannschaft und nun auch einem Zweitligadamenteam beugen muss, zu erkennen. „Ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass ein Low-Budget-Pro B Team (50-60 000 Euro pro Saison), in dem hungrige junge und einige erfahrene Spieler nicht des Geldes wegen, sondern um sich zu empfehlen bzw. um zum Spaß weiter höherklassig zu spielen, genau das richtige für Göttingen gewesen wäre, aber ich entscheide nicht allein. Hier ist eine günstige Chance vertan worden. Der Hauptkritiker dieser Lösung hat Göttingen mittlerweile verlassen, viele andere sind grundsätzlich ja auch der Meinung, dass die Pro B einen geeigneteren Unterbau für die BBL bietet als zwei konkurrierende Erstregionalligisten.“ so Schmidt, der sich nun allerdings der erneuten Herausforderung, ein schlagkräftiges Team auf die Beine stellen zu müssen, widmet und nach vorne, zum Beispiel auf die wieder anstehenden Derbies, schaut.

Der erfolgreiche kleine Kader der letzten Saison ist vor allem durch die Abgänge der ehemaligen Bundesligaspieler Dill (USA), Grimaldi (rückt ins BBL-Team auf) und Schröder (Beruf) entscheidend geschwächt. Froh sind die Verantwortlichen der BG 74, dass Nico Adamczak als Doppellizenzler zumindest teilweise erhalten bleibt. Darüber hinaus konnte Einigkeit mit Kapitän Julian Schmidt und Center Jan Christian Both sowie den 21-jährigen Nachwuchshoffnungen Sebastian Born und Lasse Schikowski erzielt werden. Verlassen haben der FSJler Sebastian Föhrig (Berlin) und Aufbauspieler Yannick Schicktanz (zum ASC) das Schmidt-Team. Mit dem letzte Saison als JBBL-Trainer in Doppelfunktion agierenden Amerikaner Andrew Maertens ist Schmidt im Gespräch. Über die Zugänge wird in naher Zukunft berichtet.

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