Zeitliga-Aufsteiger BG 74 Göttingen erobert zweiten Tabellenrang

Ein fulminantes drittes Viertel, das mit 20:2 gewonnen wurde, hat Zweitliga-Aufsteiger BG 74 Göttingen den letztendlich klaren 61:39-(27:25)-Erfolg über die TG Neuss beschert. Die Veilchen rücken damit auf Rang 2 der Tabelle vor. Sie sind neben Aufstiegsfavorit Herner TC das einzige Team der Liga, das noch ungeschlagen ist.

Allerdings waren die Gastgeberinnen trotz oder vielleicht auch gerade wegen des zuletzt spielfreien Wochenendes nicht gerade optimal in die Partie gestartet. Vor allem die Wurfquote ließ vor der Pause zu wünschen übrig. Zudem leistete sich das Team um Headcoach Jennifer Kerns erneut zu viele Turnover – allein acht von insgesamt zehn in der Partie leisteten sich die Veilchen vor dem Seitenwechsel.

Die Pausenansprache von Trainerin Kerns hatte dann offenbar Wirkung. Denn wie ausgewechselt zeigten sich die Akteurinnen vor knapp 300 Zuschauern in der FKG-Halle im zweiten Abschnitt. Allen voran agierte Ofa Tulikihihifo, die in dieser Phase nicht nur einen Großteil ihrer 18 Punkte sowie elf Rebounds, sondern auch fünf Assists und fünf Steals, für sich verbuchen konnte. Mit 20:2 Punkten setzte sich der Aufsteiger entscheidend vom Konkurrenten ab – die Halle tobte.

Die Gäste aus Neuss hatten vor dem Seitenwechsel noch munter mitgespielt. Centerin Julia Kleen (10 Punkte und 5 Rebounds) sowie Forward Kathrin Wischnetzki (13 Zähler und 11 Rebounds) waren von der BG 74 nur schwer zu kontrollieren. Nach dem Pausentee lief bei den Gästen dann aber nicht mehr viel zusammen. Wofür aber auch die deutlich aggressivere Verteidigung der Veilchen verantwortlich war.

Jennifer Kerns gab nach dem beruhigenden Vorsprung von 47:27 im letzten Viertel dann allen Akteurinnen ausreichend Gelegenheit, sich auf dem Feld zu zeigen. Diese Chance nutzte insbesondere die vor der Pause noch unsicher wirkende Maike Jörgensen, die nach dem Wechsel in wenig mehr als zehn Minuten Spielzeit sieben Rebounds für sich verbuchte. Und Jennifer Crowder wirbelte nach der WNBL-Partie am frühen Nachmittag immerhin noch 15 Minuten, die sie mit starken Leistungen in der Defensive krönte.

Headcoach Kerns war nach dem Match zwar froh, aber nicht wirklich zufrieden: „Wir haben nur 20 Minuten auf dem Niveau agiert, das wir eigentlich zeigen wollen. Wenn wir es 40 Minuten schaffen, eine solche Leistung zu präsentieren, erst dann sind wir die BG 74, die wir in dieser Saison sein wollen.“ Centerin Bettina Bode unterstützte das: „Wenn man sieht, was wir jede Woche im Training abliefern, dann können wir mit einem solchen Spiel nicht wirklich zufrieden sein.“

Am nächsten Wochenende haben die Veilchen bei Mitaufsteiger ASV Moabit Berlin, die nächste Gelegenheit, sich und ihre Trainerin zufrieden zu stellen. Das Team aus der Hauptstadt zeigte sich im bisherigen Saisonverlauf stark, verlor aber am gestrigen Sonntag überraschend hoch mit 85:56 bei den Bender-Baskets aus Grünberg.

BG 74 Göttingen: Bode (2 Punkte/4 Rebounds), Crowder (2/0), Flasarova (12/5), Grudzien (9/4), Jörgensen (3/7), Krumm (5/0), Kulp, Lücken (0/5), Müller (3/2), Münder (7/1), Rassmann, Tulikihihifo (18/11 + 5 Steals + 5 Assists).

K.P.

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