BG 74 1. Regionalliga Herren verlieren erneut in der Endphase

Es ist zum Haare raufen. Die 1. Herren der BG 74 Göttingen verspielten beim 78:86 (38:38) zum wiederholten Male den zweiten Saisonsieg in der 1. Regionalliga Nord und befinden sich ab jetzt im Abstiegskampf.

Zwar war klar, dass es ohne Adamczak, Both, Schröder, Rosenberg und Stürmer (verletzt, gesperrt, krank oder verhindert) nicht leicht werden würde, doch hatte Trainer Hans-Werner Schmidt, dessen Mannschaft zurzeit nur in unterschiedlichen Besetzungen von sieben bis siebzehn Spielern trainieren kann, fest daran geglaubt, dass auch die neun angereisten Spieler eine gute Chance haben, beim Aufsteiger in Aschersleben zu gewinnen. Es haperte jedoch wieder an der nötigen Erfahrung und Abgeklärtheit, vor allem in der Endphase.

Beide Mannschaften hatten sich im Vorfeld kurzfristig verstärkt: Die Gastgeber haben mit dem polnischen Erstliga-erfahrenen Kamil Piechucki einen wahren Glücksgriff gemacht. Er hatte das ganze Spiel über die Fäden in der Hand. Bei den Gästen bestritt Rückkehrer Gökhan Özbas sein erstes Spiel für die Veilchen nach einem mehrjährigen Ausflug zum ASC.

Die Göttinger verpassten den Start. Schnell hatten die Gastgeber um den unkontrollierbaren Jones (insgesamt Topscorer der Partie mit 30 Punkten) eine 19:9 Führung erzielt und gewannen das erste Viertel mit 22:14. Durch drei Dreier in Folge von Julian Schmidt kam die BG 74 wieder ran und konnte durch den 40 Minuten Schwerstarbeit verrichtenden Born und den nach langer Verletzungspause noch überforderten Pfeifferling 30:26 in Führung gehen. Hier wurden Schröder, Both oder Stürmer schmerzlich vermisst. Eine 38:35 Führung wurde kurz vor der Halbzeit leichtfertig durch individuelle Schwächen verspielt. Gleichstand 38:38 zur Pause.

Die zweite Halbzeit begannen die Veilchen konzentriert und durch Dreier von Schikowski, Schmidt und Maertens konnte bis zur 26. Minute eine 51:43 Führung erzielt werden, die aber wiederum durch eklatante individuelle Schwächen in der Verteidigung verspielt wurde, so dass es nach drei Vierteln 58:60 aus Göttinger Sicht stand.

Das spannende letzte Viertel zweier mehr oder weniger gleichstarker Mannschaften war vor allem ein Schlagabtausch zwischen Jones und Maertens (je 12 Punkte), wobei einerseits die Unparteiischen ihre bislang verfolgte Linie verließen und überraschend Maertens und Schmidt raus pfiffen, während bei den Gastgebern Jones und der sehr effektive Lindenberg mit vier Fouls belastet sehr viel Freiraum bekamen, andererseits die Göttinger aber bei 0:4 Freiwürfen (insgesamt nur enttäuschende 22 von 35) äußerst wichtige Punkte liegen ließen. Drei umstrittene Ausbälle in der Schlussminute rundeten den Ärger aus Göttinger Sicht ab. Ein möglicher Sieg fehlt, die Niederlage fiel durch persönliche Ungeschicklichkeiten auch noch zu hoch aus.

Am nächsten Wochenende kommt mit dem VfL Stade eins der diesjährigen Topteams in die FKG-Halle, bevor es schon zum vorentscheidenden Spiel nach Bramsche geht.

Die Punkte:
Özbas 4, Pöschel 0, Born 15, Herold 0, Nolden 1, Schikowski 12/2 Dreier, Schmidt 17/5, Maertens 27/3, Pfeifferling 2

(HWS)

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